1. Überlegung, wie will ich das Fahrzeug einsetzen

So......oder lieber so ?

Wer sich ein Reisefahrzeug zulegen- oder bauen will, denkt oft zuerst an WO hin und WIE-LANAGE. Aber viel wichtiger ist eigentlich WIE soll die Reise gestaltet werden.

Es gibt unzählige individuelle Reiseideen. Da gibt es die eher sesshaften, die gerne auch mal eine Woche auf dem Camping stehen, oder die Teilzieher, die von Camping zu Camping reisen. Ab und zu trifft man auch auf Zugvögel, oder gar regelrechte Herumtreiber, die nur selten länger als ein- zwei Tage an Ort bleiben wollen und Campingplätze wenn immer möglich meiden. Die Einen brauchen den Allradantrieb bloss um aus der nassen Wiese heraus fahren zu können, andere wollen selten befahrene Pisten nutzen und sich Übernachtungsplätze weit abseits der bekannten Wege suchen...

Je nach dem wie man unterwegs sein möchte, ist nicht jedes Fahrzeugkonzept gleichermassen geeignet.

Wer länger auf einem Camping stehen möchte, braucht eigentlich keine grosse Wassertanks, da eine Versorgung mit Trinkwasser gewährleistet ist. Auch kann auf grosse Batteriekapazität- oder eine möglichst lange elektrische Autonomie verzichtet werden, da man auf den meisten Campings einen Stromanschluss in der Nähe hat. Auch grosse Staumöglichkeiten für Lebensmittel ist nicht wichtig, da man jederzeit einkaufen kann. Dafür sind Einbruchschutz, Schutz der Privatsphäre, Betrieb der Gerätschaften mit "Landstrom" usw. ein wichtiges Thema.

Mit einem auf  "Campingplatz" ausgerichteten Fahrzeug ist es aber so gut wie unmöglich, länger irgendwo abseits von Campingplätzen unterwegs zu sein.

Wer aber lange abseits der Zuvielisation unterwegs sein möchte, muss sich mit Themen wie grosser Trinkwasservorrat, genügend Stauraum für Lebensmittel, grosser Treibstoffvorrat usw. auseinander setzen. Grosse Wassertanks müssen aber erst mal im- oder am Reisefahrzeug verbaut werden können. Sie brauchen Platz, bringen (gefüllt) ein hohes Gewicht und oft auch ungleichmässige Beladung des Reisefahrzeugs mit sich, was die Geländegängigkeit einschränkt. Dafür braucht es keinen elektrischen Landanschluss, da man sowieso selten die Gelegenheit hat sich "an zu schliessen".

Es ist gut möglich, die falsche Reise mit dem falschen Fahrzeug zu machen. Es ist schade, wenn sich das Reisefahrzeug als "unmöglich" erweist. Wenn Gebiete die man gerne bereisen möchte nicht erreicht werden können, weil sich das Fahrzeug nicht dazu eignet. Oder man muss nach kurzer Zeit die tolle Gegend verlassen und den nächsten grösseren Ort ansteuern, weil Wasser oder Essensvvorräte alle sind.

Unser Rat:

Setze dich mit deinem Partner/Partnerin zusammen und diskutiert WIE ihr reisen möchtet.


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