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Winterreifen, MT-Reifen, zwei Rädersätze

Wozu wintertaugliche Reifen aufziehen? Es ist schliesslich ein 4x4 und zudem sind es M&S-Reifen. 
 
Bei den PKW kommt kaum jemand auf die Idee, nur mit einem Satz Reifen das ganze Jahr über fahren zu wollen. Jeder weiss, im Winter braucht es wintertaugliche Reifen und im Sommer kommen eben die Sommerreifen drauf. Auch mit dem Reisefahrzeug das im Herbst, Winter, Frühjahr eingesetzt wird, kann man sich unvermittelt im Schneechaos wieder finden. Wieso nicht für Reisen, wo die Chance gross ist in Eis und Schnee zu geraten, sich wintertaugliche Reifen Aufziehen, oder besser, den zweiten Rädersatz an das Reisefahrzeug schrauben. Gleichzeitig kann man diese Räder auch für asphaltlastige Kurzreisen nutzen und so z.B. die groben Reifen schonen. 
 
Tipp: Für eine Winterreise, z.B. nach Skandinavien oder Finnland sollten Winterreifen aufgezogen werden. Als Alternative zu den 315/75R16, für die es keine echte Winterreifen gibt, können Winterreifen in 285/75R16 verwendet werden. Die Differenz im Abrollumfang beträgt -5% und die Bodenfreiheit -2 cm. Dies liegt noch im gesetzlichen und auch im erträglichen Rahmen. Die Preise für Winterreifen in dieser Grösse liegen um 150 bis 200 Euro/Stk.

Für das etwas schwerere Reisefahrzeug empfiehlt sich die Rad/Reifenkobination 285/70R19.5 auf 8.25 x 19.5" Felgen. In dieser Grösse sind echte Winterreifen lieferbar.

 
Grobe Geländereifen (MT's) ? Braucht man sowas wirklich?  
 
Macht es Sinn, wegen 500 Km miesen Wegen, sich auf einer 8'000 Km Reise mit hauptsächlich besfestigten oder gut fahrbaren Wegen mit den Nachteilen eines MT-Reifen abzuplagen?   
 
Was aber nützen mir die 7'500 Km auf griffigen Wegen, wenn ich auf eben diesen 500 restlichen Km versacke? Wenn ich abends den idyllisch gelegenen Platz über einen hängenden, steilen und verworfenen, aber gut fahrbaren Weg erreich. Nachts zieht ein Gewitter auf und morgens ist aus dem tags zuvor trockenen Weg eine Schlammpiste geworden. 
 
Sich auf die Suche nach einem Bauern mit passendem Traktor machen, der das in einen Entwässerungsgraben geschlitterte Reisefahrzeug rettet, ist nicht immer einfach. Je nach Land kann es gut sein, dass man nur auf leichtgewichtige Traktoren oder gar Pferdegespanne trifft. Und für eine Eigenbergung muss man über ordentliche Geräte und fundiertes Können verfügen. 
 
Natürlich ist man mit AT-ähnlichen Reifen, jedenfalls die der eher groben "alten Generation", auch im Schlamm nicht gleich aufgeschmissen. Aber bei schweren Böden sind sie trotzdem früher an ihrer Grenze als MT's. 
 
Mit guten AT-Reifen auf Schlammwegen unterwegs sein bedeutet bei weitem nicht,
dass man sein Ziel nicht erreicht, dass man versackt. Das Schlammloch im Weg ist im zweiten oder dritten Anlauf auch zu bewältigen. Ist auf unserem Weg aber alle paar Meter ein Schlammloch und braucht man nur bei jedem x-ten mehrere Anläufe um weiter fahren zu können, wird die Fahrt zur Herausforderung. Anders mit MT-Reifen oder gar den Michelin XZL. Bei den meisten Schlammlöchern fährt man einfach hindurch, ist deutlich früher und materialschonender am Ziel und hat Zeit für anderes. 
 
 

Zwei Rädersätze sind teuer 
  
Stimmt, die Felgen kosten Geld. Möchte man Geld sparen, kauft man davon 3 Stück, nimmt beim Reserverad einen Reifen ab (den kann man gut verkaufen) und montiert stattdessen ein Reifen des anderen Profils. Für die Reise wird ein Rad des jeweils anderen Satzes als Reserverad mitgenommen.
 
Den Preis für die 4 zusätzlichen Reifen kann man ausser Acht lassen, denn sie halten ja entsprechend länger. 
 
 
 
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